Februar 2025 Workshop Aufklärung an Schulen

Vom 14. bis 16. Februar 2025 fand in Münster ein Arbeits-Workshop für Flowies zum Thema "Aufklärung an Schulen" statt. Ein Flowie berichtet:

 

"Nach einer spielerischen Kennenlern- und Vorstellungsrunde am Freitagabend widmeten wir uns direkt dem eigentlichen Thema: Stottern und Schule. Wir bekamen einen kompakten Überblick darüber, was uns in den nächsten zwei Tagen erwarten würde. Damit endete der offizielle Teil des Abends, und die Teilnehmer wurden für den restlichen Freitag entlassen. Einige ließen den Abend in der großzügigen Lobby der Jugendherberge ausklingen, holten sich ein Getränk und machten es sich auf den gemütlichen Sitzgelegenheiten bequem. Sie unterhielten sich bis in die späten Abendstunden, spielten Karten und genossen die entspannte Atmosphäre.

 

Samstag war der Haupttag des Seminars. Uns wurden hilfreiche Inhalte vermittelt, wie man Aktionen für Lehrkräfte oder Schüler konzipieren könnte und übten sogar unser eigenes Auftreten. Darüber hinaus bekamen wir noch nützliche organisatorische Hinweise und Tipps, was man beim Herantreten an Schulen und beim Umsetzen der Aktionen beachten sollte. Der Samstagabend war nach dem gemeinsamen Abendessen frei. Einige entschieden sich, außerhalb der Jugendherberge etwas trinken zu gehen, andere blieben im Haus, unterhielten sich oder nutzten die Freizeit für eine Partie Tischtennis oder Tischkicker. In lockerer Stimmung wurde der intensive Seminartag reflektiert, Erfahrungen wurden ausgetauscht, und es entstanden viele angeregte Gespräche.

 

Am Sonntag ging es dann um die praktische Umsetzung. Ein zentrales Thema war der richtige Weg, um Schulen anzusprechen und für das Thema Stottern zu sensibilisieren. Ein guter erster Schritt ist es, eine Partnerin oder einen Partner zu finden, mit dem man gemeinsam das Projekt plant und durchführt, denn so wird es für alle leichter und man fühlt sich sicherer.

 

Zum Abschluss des Seminarwochenendes wurde am Sonntag das gemeinsame Wochenende reflektiert, und jeder hatte die Möglichkeit, noch einmal seine Eindrücke und Gedanken in die Runde zu teilen. Wer wollte, tauschte Kontaktinformationen aus, um in Verbindung zu bleiben und sich vielleicht in Zukunft erneut auszutauschen. Anschließend gab es ein letztes gemeinsames Mittagessen, bei dem noch einmal angeregte Gespräche geführt wurden. Danach machte sich jeder auf den Heimweg – mit neuen Erfahrungen, wertvollen Erkenntnissen und dem Gefühl, ein bereicherndes Wochenende erlebt zu haben."

Faris


August 2024 European Youth Exchange

Der Youth Exchange ist ein europäisches Austauschformat für junge Stotternde.

 

Es hat mit kreativen Kennenlernspielen angefangen, wie eins bei dem man seinen Namen mit einem Wort mit demselben Anfangsbuchstaben verknüpft und das dann von der ganzen Gruppe wiederholt wurde. So konnte man sich schnell alle Namen einprägen.

In den kommenden Tagen ging es dann sehr darum, miteinander ins Gespräch zukommen, sich tiefer kennenzulernen und gemeinsam Spaß zu haben. Es wurden viele Anlässe gegeben, um Gespräche zu führen, die teilweise in lange Deeptalks mündeten.

Am Abend gab es die National Evenings, an denen jeweils eine Gruppe ihr Land auf völlig freie Weise präsentieren konnte. Dabei wurde traditionelles Essen angeboten, Tänze getanzt, Spiele gespielt und lange bis in die Nacht Musik aus dem jeweiligen Land gespielt und gefeiert.

In den letzten beiden Tagen, als schon viele Connections miteinander geschlossen waren und die ganze Gruppe bereits miteinander vertraut war, erlebte ich meine persönlichen Highlights: das Open Mic und das Karma Cleaning. Beim Open Mic am vorletzten Tag haben sich nach und nach Leute getraut von sehr persönlichen Erfahrungen mit dem Stottern oder allgemeine Lebensgeschichten vor der ganzen Gruppe zu erzählen. Man hat viele bewegende Geschichten gehört und die Atmosphäre war sehr emotional aufgeladen. Beim Karma Cleaning am letzten Tag haben alle die Chance und den Raum bekommen, den neu gefundenen Freunden etwas unter vier Augen zu sagen, was einem noch auf dem Herzen liegt. Auch das war für viele Teilnehmende eine sehr intensive und rührende Erfahrung.

Valerijo

März 2024 Flow-Wohlfühl-Mädels-Wochenende

Vom 22. bis 24. März fand das Frauen-Wohlfühl-Wochenende der BVSS statt. Nach der Premiere letztes Jahr wurde das Seminar dieses Jahr in einem Selbstversorgerhaus im wunderschönen Schwarzwald veranstaltet.

 

Wir waren insgesamt 10 Frauen und damit eine gute Gruppengröße. Die Idee dahinter war der Austausch über Themen, die sonst vielleicht keinen Raum unter gemischten Geschlechtern finden würden. Da Männer häufiger stottern als Frauen, fühlen sich Frauen nicht immer vollständig in der Stotterselbsthilfe repräsentiert.

 

Unter der inhaltlichen Leitung von Eva Steißlinger haben wir Aufgaben zur Reflexion über das eigene Stottern erarbeitet und durften uns in diesem Rahmen auch kreativ austoben. Das Buch „Jetzt spuck´s endlich aus: Vom mutig drauf los Stottern“ von Josefine Melanie Klingner hat uns das Wochenende über begleitet und tolle Denkanstöße gegeben. Die Autorin berichtet, dass sie sich immer ein Buch von einer mutigen, stotternden Frau gewünscht, aber nie gefunden hat – daher hat sie beschlossen, dieses Buch selbst zu schreiben.

 

Zudem gab es eine Menge Spaß und Entspannung, was dem Wochenende die richtige Mischung verliehen hat. Das Wetter war zwar leider nicht auf unserer Seite, aber einen kleinen Ausflug zum nahe gelegenen Mummelsee haben wir trotzdem gemacht. Zudem war der anschließende Saunagang nach der Kälte draußen noch wohltuender!

 

Abends wurde dann zusammen gekocht und in entspannter Atmosphäre gemeinsam gegessen.

 

Ich glaube, dass jede von uns von diesem Wochenende viel mitgenommen hat: Seien es die tollen Gespräche, neue Erkenntnisse über das (eigene) Stottern und den Umgang damit oder einfach ein entspanntes Wochenende in einem Safespace, in dem jede so sprechen konnte, wie sie es kann oder möchte – ich finde, das Wochenende war ein voller Erfolg und ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder zustande kommt.

 

Daniela

 


Januar 2024 FLOWent Skifahren im Zillertal

Um die 20 Flowies haben sich zum wiederholten Male zum Skifahren getroffen. In insgesamt fünf Tagen haben sie genügend Zeit gefunden, um im geschützen Rahmen miteinander zu sprechen und sich zu vernetzen. In-Vivo Training, also das Üben von Sprechsituationen in realen Situationen, hat hier besonders viel Spaß gemacht.
Mit spannenden Skitagen und tollstem Sonnenschein hat sich die junge Selbsthilfe stotternder Menschen mal wieder gestärkt!